Urlaub in Berlin. #fastwieamsterdam

Was tun, wenn eine Stunde vor Abfahrt der geplante Urlaub in Amsterdam doch gecancelt wird? Nicht in Selbstmitleid versinken, sondern sich einfach darüber freuen, mal ein bisschen Freizeit in Berlin zu haben, in der man all die tollen Sachen machen kann, für die man sonst leider viel zu wenig Zeit hat. Das ist natürlich im Frühling nochmal um einiges schöner, aber auch im Winter gibt es hier viele Möglichkeiten sich zu beschäftigen. Das brachte mich dazu, euch mal wieder einige meiner liebsten Berlintipps mit auf den Weg zu geben, falls auch ihr einmal in der Stadt “strandet”.

Frühstück:

Auch wenn ich sonst nicht der Frühstücksmensch bin, liebe ich es an Wochenenden ausgiebig und lange frühstücken zu gehen – so auch im Urlaub.

Meine liebste Anlaufstelle dafür ist das Parker Bowles, das mich immer wieder mit ihren Speisen (wirklich ALLES auf der Karte ist super lecker) und den dabei günstigen Preisen beeindruckt.

Ebenso liebe ich das Superfoods & Organic Liquids. Wir gehen zwar meist nachmittags dorthin, aber so eine Smoothie Bowl, ein frisch gepresster Saft oder Smoothie, eine köstliche Waffel und ein Matcha Latte lassen sich auch perfekt zum Frühstück verspeisen.

Am Dienstag war ich spontan zum ersten Mal im cuccuma Café. Nicht unbedingt perfekt für ein riesiges Frühstück, aber die Bagles, Sandwiches & Co. schmecken lecker und die Einrichtung dort gefällt mir sehr. Außerdem ist es direkt neben meinem liebsten Plattenladen gelegen, sodass sich das sehr gut verbinden lässt.

Damit wären wir schon beim nächsten Punkt:

Plattenläden:

Auch wenn ich die Plattenabteilung im Dussmann liebe und mich sehr oft darin verliere, wenn ich von der Arbeit heimfahre, geht nichts über den Charme eines riesigen Plattenladens, der von Musikliebhabern geführt wird. In der Space Hall kann man Stunden verbringen und ich muss mich jedes Mal zusammenreißen, dass ich nicht direkt mein gesamtes Monatsgehalt dort rausschmeiße.

Vintage Läden:

Wenn man viel Zeit mitbringt, lohnt sich so ein Besuch im Vintage Laden erst richtig. Ohne Zeitdruck kann man nämlich wühlen ohne Ende und findet so mit Sicherheit ein neues Lieblingsteil.

Letzte Woche war ich zum ersten Mal in der Garage am Nollendorfplatz. Den Tipp hatte ich von einer lieben Kollegin, die davon schwärmte. Hier muss man auf jeden Fall viel Zeit und Geduld mitbringen, da man sich erstmal orientieren muss und ich persönlich die Sortierung nicht so ansprechend fand. Am Ende habe ich aber doch was gefunden und die Garage kann auf jeden Fall durch sehr günstige Preise überzeugen.

Am Tag darauf habe ich auch mal den Pick’n’Weight im Bergmannkiez ausgecheckt. Ich habe ihren Laden in Hamburg geliebt, jedoch konnte mich der kleine, enge Laden am Hackeschen Markt nie so richtig überzeugen. Ihr Laden im Bergmannkiez ist allerdings um einiges größer und geräumiger und hat im hinteren Bereich auch eine große Ecke mit Klamotten, die sehr günstig mit Festpreisen angeboten werden. Normalerweise zahlt man hier nämlich, wie auch in der Garage, nach Kilopreis. Ihre Läden sind immer sehr übersichtlich, da dort nach Farbe sortiert wird und ich habe dort wirklich alles gefunden, was ich in den letzten Monaten immer mal wieder gesucht habe. Dafür zahlt man jedoch auch oft einen recht hohen Preis.

Flohmarkt:

Eigentlich gehe ich im Frühling und Sommer fast jeden Sonntag zum Flohmarkt, doch irgendwie bleibt das im Winter auch auf der Strecke. Ein Flohmarkt, der zumindest auch im Winter stattfindet ist der am Mauerpark. Normalerweise finde ich ihn immer ziemlich touristisch und überteuert, aber hier gibt es eine viel größere Auswahl, als am Boxi oder am Maybachufer, weshalb sich ein Besuch schon auch mal lohnt, vor allem wenn man vorher am Rosenthaler Mittag essen war und dann in wenigen Minuten dorthin spazieren kann. Auf jeden Fall liebe ich den Blumenstand direkt am Eingang, der wunderschöne Blumen für wenig Geld verkauft. Tulpen auf dem Flohmarkt kaufen gehört irgendwie zu meinen Sonntagsritualen.

Museen und Kunstausstellungen:

Was das angeht hat Berlin das ganze Jahr über hinweg so einiges zu bieten, was ich leider nur selten nutze, da sie mir am Wochenende immer etwas zu überfüllt sind. Ich war jedoch froh, dass wir am Sonntag noch schnell am letzten Tag die atemberaubende Licht- und Toninstallation SKALAR im Kraftwerk besucht haben. Ich war so begeistert und bin total emotionalisiert dort rausgegangen, nachdem wir eine Stunde einfach nur fasziniert die Show genossen und kein Wort miteinander geredet haben. Im Kraftwerk finden sich manchmal ähnliche temporäre Kunstinstallationen und -ausstellungen, die bisher immer einen Besuch wert wären.

Ganzjährig kann man in jedem Fall dem Museum für Fotografie einen Besuch abstatten. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich vorher noch nie dort war. Daher wurde es dringend mal Zeit! Seit 2004 befinden sich dort unzählige Fotografien von Helmut Newton und auch einige Dinge aus seinem Privatbesitz, wie auch private Fotografien von ihm und seiner Frau. Noch bis Mai könnt ihr euch außerdem die Ausstellung von Guy Bourdin anschauen, der viel mit Helmut Newton arbeitete. Das Museum ist also besonders geeignet für Modefotografieliebhaber. Derzeit gibt es aber auch noch eine Ausstellung von Sigrid Neubert, in der man sich noch bis Juni großartige Fotografien zu Natur und Architektur anschauen kann. Ich glaube, dass ich in Zukunft öfter mal dort rumschlendern werde, um wieder neue Inspiration zu tanken.

Darüber hinaus dürfen natürlich auch die unzähligen Konzerte, die stets in Berlin stattfinden, nicht vergessen werden. Es lohnt sich immer auszuchecken, was in den Clubs, wie Musik & Frieden, Astra, Lido, Bi Nuu, Monarch, Huxleys, Privatclub oder im Auster Club so abgeht. Nach der Woche in Berlin bin ich gar nicht mehr so traurig, dass der Trip nach Amsterdam nicht geklappt hat. Ich war sehr viel unterwegs, habe viel erlebt, neue Kraft getankt und auch meine Kreativität wiedergefunden, die in den letzten Wochen leider etwas auf der Strecke blieb. Ach ja, und ich habe mich wieder einmal aufs Neue in Berlin verliebt! ❤  

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