Konzertreview: Graham Candy im Heimathafen Neukölln

Ich muss zugeben, dass Graham Candy nicht so ganz meinen Musikgeschmack trifft und trotzdem bin ich wohl ein bisschen verknallt in ihn. Warum? Ich durfte ihn letztes Jahr zwei Mal live erleben, einmal beim MS Dockville und kurz darauf auf dem #musikdurstig-Floß beim Lollapalooza Festival. Beide Male begeisterte er mich durch seine überaus positive, energiegeladene und ansteckende Art. Seine Konzerte machen einfach immer großen Spaß und man geht jedes Mal mit einem riesigen Grinsen nach Hause.

Am Samstag spielte er im Heimathafen Neukölln und lud den Berliner Künstler KAIND ein, um den Abend für ihn zu eröffnen. KAIND wagte sich an ein noch nie dagewesenes Experiment – er verbindet deutsche Sprache mit melancholischem Deep House und liefert so den idealen Soundtrack für den Morgen nach einer durchfeierten Nacht.

Anschließend kam Graham, wie immer ein Grinsen über beide Wangen im Gesicht, auf die Bühne. Jedoch war nicht alles so wie immer, denn er hat seine Songs anders gespielt als sonst. So wurden die typischen Singer/Songwriter-Gute-Laune-Songs zu ruhigen, vielleicht sogar etwas melancholisch angehauchten, Stücken umarrangiert. Was zuerst einmal nicht schlecht war, aber auf die Länge hin etwas langatmig und nun ja, langweilig, wurde. So richtig mochte einfach keine Stimmung aufkommen und dabei liebe ich doch seine vor Energie sprühenden Songs, zu denen man sich einfach nur in der strahlenden Sonne bewegen und die Welt um sich herum vergessen möchte.

Zum Ende hin zeigte Graham sich dann doch so wie man ihn kennt und es wirkte so, als hätte nicht nur ich sehnsüchtig darauf gewartet, sondern auch der gesamte Rest des Publikums, das direkt ausrastete und jeden Spaß, den er auf der Bühne anzettelte, mitmachte. Es wurde getanzt, gehüpft und laut mitgesungen. Genau so, wie man es von seinen Konzerten gewohnt ist. Also warum denn nicht gleich so? 😉

© Beitragsfoto: Michèl Passin

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2 Kommentare zu „Konzertreview: Graham Candy im Heimathafen Neukölln

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  1. Mal jemanden den ich kenne! Ich finde die Musik wirklich super, aber kann mir gut vorstellen, dass es auf Dauer langweilig wird, wenn die Songs auf melancholische Art und Weise gespielt werden.
    Lg

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