Einmal Neujahrsdepression mit Chivre zum mitnehmen, bitte!

Oh hallo, du schöne Neujahrsdepression. Warum führt so ein Jahreswechsel eigentlich immer zu einer kleinen Lebenskrise? Mein letztes Jahr hätte fast kaum besser laufen können, wenn man das mit der Liebe einmal nicht beachtet. Ich habe einen wunderbaren Job, wunderbare Freunde, bin viel gereist und kann meist das tun, was ich wirklich tun will. Und trotzdem kommt es am Jahresende zu all den üblichen Fragen: Bin ich wirklich glücklich mit allem? Was werde ich in 12 Monaten erreicht haben? Welche realistischen Ziele sollte ich mir setzen? Brauche ich eine neue Herausforderung? Lerne ich endlich wieder mal einen Mann kennen, der mich glücklich macht?

Doch all diese Fragerei führt doch zu nix, denn sind wir mal ehrlich zu uns selbst, so wissen wir, dass auch die lästigen Vorsätze nichts an dem Jahr verändern können, das vor uns steht. Die meisten schönen Dinge sind in meinem Leben durch absolute Zufälle entstanden und nicht etwa, weil ich mir einen Plan mit 10 Schritten überlegt habe, um meine Ziele zu erreichen. Vor allem wahrscheinlich, weil ich mir manchmal meiner Ziele gar nicht bewusst war, bis ich plötzlich schon am Ziel angelangt war und merkte, genau DAS ist es!

Trotzdem komme ich nicht umher und sitze an meinem Mac und beginne einfach nur zu träumen. Davon, wie das Jahr so werden könnte. Davon, wie ich endlich in allen Lebensbereichen glücklich werden könnte. Alles unterstützt vom einzigartigen Soundtrack der Magdeburger Band Chivre, die ich schon seit ihrer Entstehung verfolge.

2015 beim SWM Talentverstärker in Magdeburg zum Juryliebling gewählt, hat die Postrockband nun im Oktober endlich ihre Debüt-EP veröffentlicht. Das Schöne an Postrock ist, dass er so viel Interpretationsspielraum bietet, man sich einfach fallen lassen kann und in eine weit entfernte Traumgalaxie abdriften kann. Somit eignet sich ihre EP nicht nur für die Neujahrsdepression, sondern für jeden Sonntag, den man bei diesem Wetter einfach nur im Bett verbringen kann oder an dem man mal wieder an seinen eigenen Entscheidungen zweifelt.

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