Konzertreview: Clueso im Waschhaus Potsdam

Das mit Clueso und mir ist ein bisschen wie mit einer längst vergessenen Beziehung, an die man sich hier und da mal spontan wieder zurückerinnert sobald einem etwas in die Hand fällt oder man ein paar wohl bekannte Töne eines alten Songs hört.

Ich stand seiner Zeit mal sehr auf Clueso, seine Musik und seine frische, sympathische und authentische Art. Die Anfangszeit meines Bachelorstudiums könnte man komplett mit einem Clueso-Soundtrack hinterlegen. So in etwa habe ich sie zumindest in Erinnerung. Wie soll man es nun vorsichtig sagen: irgendwann packte uns wohl das verflixte 7. Jahr schon etwas früher und leider gefiel mir dann ausnahmslos alles, was nach 2011 veröffentlicht wurde, nicht mehr so gut wie die Dinge davor. 2016 stand bei Clueso mit seinem neuen Album und der aktuellen Tour ganz unter dem Motto Neuanfang.

So dachte ich mir vergangenen Donnerstag dem guten Clueso doch noch eine Chance zu geben und zu seinem Konzert ins Potsdamer Waschhaus zu fahren – immerhin konnte er mich live schon immer überzeugen. Vorab gab ich mir auch nochmal fix sein neues Album auf die Ohren. Schmerzhaft musste ich lernen, was Freunde und Familie mir schon immer prophezeiten – nämlich, dass aufgewärmte Sachen eben nie gut funktionieren.

So kam es, dass mich Clueso zum allerersten Mal auch live nicht beeindrucken konnte. Der Sound im Waschhaus war anfangs eher schwierig und so hatte wohl auch Clueso auf der Bühne mit Soundschwierigkeiten zu kämpfen und wirkte ziemlich verkrampft und unruhig. Nach etwa der Hälfte des Konzertes lockerte sich jedoch die Stimmung und so langsam sah man den Clueso wieder, den man doch sonst so gerne sah.

Am Ende machte das Konzert wieder einmal richtig Lust auf die guten alten Klassiker, wie Chicago, Keinen Zentimeter, So sehr dabei, Dort wo du wohnst, oder, oder, oder, jedoch irgendwie nicht so viel Appetit auf die neueren Alben…

© Beitragsfoto: Jennifer Stenglein

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4 Kommentare zu „Konzertreview: Clueso im Waschhaus Potsdam

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  1. Cluesos Song Neuanfang macht mir gerade viel Mut, beruflich was anders zu machen. Es ist nie zu spät und nie zu früh für einen Neuanfang. Meine Gedanken und Erkenntnisse habe ich auf meinem Blog in einem Neuanfang Artikel verarbeitet.

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