Festival Recap: Jenseits von Millionen

So sehr wie ich kleine und kuschlige Konzerte mag stehe ich auch auf kleine und mit viel Liebe und Herzblut organisierte Festivals. Darum zog es mich am vergangenen Samstag für einen Tag zum Jenseits von Millionen Festival.

Gerne hätte ich auch schon den Freitag mitgenommen, vor allem weil A Tale Of Golden Keys spielten, die ich zwar schon zwei Mal live gesehen habe, aber trotzdem noch jede Chance nutze mal wieder ein Konzert von ihnen zu besuchen. Sicher waren auch die anderen Acts musikalische Perlen, denn das Team vom Jenseits und Millionen sucht sich wirklich immer wahre Fundstücke für ihr Line Up heraus. Umso glücklicher machte es mich, dass We Are The City für Samstagabend angekündigt wurden, denn ihr Konzert im Januar in Berlin haute mich von den Socken. Von den anderen Bands ließ ich mich einfach mal überraschen.

Also fix eine gute Freundin eingepackt und mit dem Auto Richtung Burg Friedland gedüst. Bei herrlichem Wetter dort angekommen erkundeten wir erstmal das kleine und niedliche Gelände. Während auf der Main Stage gerade der Umbau für Soft Grid stattfand, spielte Luisa Babarro ein wunderschönes Akustikset auf ihrem Cello in der nahegelegenen Kirche. Am Nachmittag fanden dort mehrere kleine Konzerte von ihr, Michal Biela und Petula statt, zu denen jeder aus der Gegend, auch ohne Festivalbändchen Zugang hatte. Das Jenseits von Millionen ist ein ganz wunderbares Festival, auf dem man frische neue Bands entdecken kann, die einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen werden. On top gibt’s köstliches veganes Essen, dass im Gegensatz zu anderen Festivals sogar bezahlbar ist. Nun aber zu meinen musikalischen Highlights:

 

Oracles

Oracles beeindruckten mich sehr durch ihren Sound, der sich gar nicht so einfach einordnen lässt. Irgendwo zwischen Psychedelic Rock und Shoegaze mit einer Prise Disco, Pop und Krautrock. Ich kam nicht drumherum und kaufte mir ihre 2015 veröffentlichte Debüt-LP ‘Bedroom Eyes’, die ich gerade übrigens entspannt bei einem Glas Weißwein auf mich wirken lasse, während ich diesen Blogpost hier verfasse. ‘Returning Never’ ist bisher das Stück, welches mich einfach nicht loslässt, wobei auch die restlichen elf Songs großes Potenzial dazu haben.

 

Messer

Langsam ging die Sonne unter und die Band Messer betrat die Bühne die Band mit der wohl meisten Energie des Tages – und brachte die Festivalbesucher endlich mal zum Ausrasten. Mit ihrem Deutsch-Punk-Schrammelrock sind sie eine Band, für die ich mir wohl nie ein Ticket für ein Konzert gekauft hätte. Genau deshalb waren sie für mich die Überraschung schlechthin, denn ich hatte bei ihrem Konzert soooo viel Spaß und hüpfte die ganze Zeit vor der Bühne auf und ab. Heute hörte ich nochmal in Ruhe in ihre Musik rein und muss sagen, dass sie mir auch heute immer noch sehr gut gefällt und sie definitiv einen Platz in der ein oder anderen Playlist von mir verdient hat.

 

We Are The City

Auf We Are The City freute ich mich schon Wochen vorher, denn seit ihrem Konzert im Januar in Berlin liebe ich ihre Musik. Ihr Sound ist sehr speziell und eigen und man muss sich ganz und gar darauf einlassen. Das dauert am Anfang vielleicht so ein, zwei Songs, aber danach ist man ihnen restlos verfallen. Auf der Bühne strahlen sie unglaublich viel Energie und Leidenschaft aus, die sofort auf einen selbst übergeht und man kann gar nicht anders, als sich in ihrer Musik und ihrer eigenen Welt zu verlieren.

Ich hatte einen großartigen Samstag auf dem Jenseits von Millionen Festival und freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr und die neuen, frischen Musikperlen, die ich dort wieder entdecken darf.

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