Konzertreview: Carnival Youth im Badehaus

Seit einiger Zeit verbringe ich keinen Tag mehr ohne Carnival Youth. Durch einen Zufall entdeckt ließ mich ihr neues Album ‘Propeller’ vom ersten Hören an nicht mehr los. Als ich dann sah, dass die vier Jungs aus Lettland demnächst für ein Konzert nach Berlin kommen sollten, war das Konzertticket sofort gekauft. Aber sollten ‘Connection Lost’, ‘Seagulls on Bicycles’ und ‘Fooling Myself’ (meine Lieblingssongs der aktuellen Platte) auch live überzeugen?

Carnival Youth beweisen, dass Lettland musikalisch doch einiges zu bieten hat. Sie haben sich erst 2012 gegründet und lassen sich irgendwo zwischen Indie- und Neo-Folk einordnen. Die vier Letten sind alles andere als langweilig, reißen mit und berühren. Vor allem ihre Musikvideos sind ganz großes Kino, so ist ihr zwar schon etwas älteres Video zu ‘Never Have Enough’ für mich eines der schönsten Musikvideos, dass ich je gesehen habe. Ihr neues Album ‘Propeller’ schneidet bei den Kritikern nicht übermäßig gut ab. Es sei eine solide Platte, aber eben kein Überflieger. Doch die Geschmäcker gehen ja bekanntlich auseinander, denn für mich ist das Album eine der besten Platten, die dieses Jahr bisher zu bieten hat und läuft bei mir in Dauerschleife.

Vor kurzem spielten sie live im Badehaus und konnten auch hier von der ersten Sekunde an überzeugen und das gesamte Publikum (vor allem die zahlreichen 16-jährigen weiblcihen Groupies in der ersten Reihe) mitreißen. Carnival Youth überraschten mich hier wirklich sehr, denn meiner Meinung nach sind sie live nochmal um einiges besser, als auf ihren Platten. Das Konzert brachte mich dazu, in ihr erstes Album ‘No Clouds Allowed’ aus dem letzten Jahr reinzuhören, da mich auch die Songs dieser Platte live sehr begeistert haben. Nun kann ich mich also gar nicht mehr entscheiden, welches Album ich besser finde. Fakt ist jedoch, dass Carnival Youth eine großartige Liveband sind und dieses Konzert es sicher am Ende des Jahres auf meine Liste der ‘Besten Konzerte 2016’ schaffen wird!

© Beitragsfoto: Vika Anisko

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