Konzertreview: Dralms & Farao in der Kantine am Berghain

Manchmal gibt es einfach Konzerte, von denen man von vornherein zwar erwartet, dass man einen netten Abend mit Freunden zu guter Musik verbringen wird, aber dann doch mehr als geflasht nach Hause geht. So ging es mir am vergangenen Dienstag beim Konzert von Dralms & Farao, welches von ListenBerlin in der Kantine am Berghain veranstaltet wurde.

Mit ListenBerlin verhält es sich so, dass sie immer wieder großartige Musiker nach Berlin holen, die mir vorher unbekannt waren und nach den Konzerten gar nicht mehr aus meinen Playlisten wegzudenken sind. Weder von Dralms noch von Farao hatte ich vor der Konzertankündigung etwas gehört. Also mal fix reingehört, für echt gut befunden und ab zum Konzert gedüst.

Dralms aus Kanada machte den Anfang. Dahinter steckt das aktuelle Projekt vom Songwriter Christopher Smith, der sich mit Shaun Watt, William Kendrick und Peter Carruthers zusammengeschlossen hat, um der Welt ein großartiges Stück Musik zu geben. Ihr Sound klingt düster und komplex und nimmt einen mit auf eine tiefgründige, poetische Reise. Beim Konzert verlor ich mich sofort in ihren Melodien und diese unglaubliche, ein bisschen leidend klingende Stimme. Momentan arbeiten die vier an einem neuen Album und ich kann es jetzt schon kaum erwarten.

In der Pause trafen wir übrigens mehr als unerwartet den großartigen Künstler Fink, der uns bei einem kleinen Plausch verriet, dass Farao eine gute Freundin von ihm sei, die er als Künstlerin sehr schätzt und großartig findet. Das ließ für mich meine Erwartungen an sie sofort von 0 auf 100 steigen. Die Norwegerin macht bezaubernde Popmusik, die zugleich abenteuerlich daherkommt. Mit ihrer himmlischen, einfühlsamen Stimme, ihrem elfenhaften Aussehen und der elektronischen Instrumentation zieht sie wohl jeden sofort in ihren Bann. Leider hat es mich live an einigen Stellen nicht ganz überzeugt, da der Sound manchmal etwas zu übersteuert klang. Es war trotzdem ein bezauberndes Konzert und ich kaufte mir dennoch ihr Debütalbum ‘Till It’s All Forgotten’. Seitdem höre ich es täglich, da ich mich total in ihre Musik verliebt habe. Hört also unbedingt mal rein!

Ich danke listen.berlin hier noch einmal für die großartigen Konzerte von noch unentdeckten Musikperlen und Geheimtipps, die ich in meinen Playlists nicht mehr missen möchte!

 

© Fotos: Christopher Smith (Dralms), Farao (Farao)

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