Just do it! – Warum du dein Glück nicht von anderen abhängig machen solltest…

Nimm dein Glück endlich selbst in die Hand und tue wonach dir ist, ohne Rücksicht auf andere oder ohne auf die Entscheidungen von anderen zu warten. Das war mein Motto des Mittwochabends und so zog es mich zum ersten Mal allein auf ein Konzert. Und das war mit Abstand die beste Entscheidung der letzten Monate…

Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich das noch anders gesehen. So oft war mir nach tanzen, auf Konzerte gehen, vor der Bühne rumspringen und einen traumhaften Abend verbringen. Mich ablenken von Dingen, die gerade schief laufen, von Entscheidungen, die ich dringend fällen müsste und nicht fällen will, von Enttäuschungen und Verlusten. Doch letztendlich saß ich alleine zu Hause. Keiner meiner Freunde hatte Zeit oder Lust oder ist sowieso gar nicht an Musik und Konzerten interessiert. Ich packte meine kreativsten Überredungskünste aus, um sie doch noch umzustimmen, denn alleine wollte ich schon gar nicht dorthin. Mit Freunden macht doch sowas viel mehr Spaß. Nicht umsonst sagt man so schön: ‘The more the merrier.’, oder?

Falsch! Ich ließ viel zu schöne Momente verstreichen. Ärgerte mich anschließend darüber. ‘Hätte ich doch nur…’ und ‘Wäre ich doch nur…’ habe ich mir viel zu oft im Nachhinein gedacht. Meist habe ich es sogar noch am selben Abend bereut, sobald tolle Fotos des Events überall auf allen Social Media Kanälen zu bestaunen waren. Auch gestern überlegte ich wieder sehr lange. ‘Hmmm… soll ich wirklich alleine gehen?’ ‘Mich ganz armselig an meine Flasche Bier klammern?’ ‘Was soll ich denn die ganze Zeit da alleine tun?’…

Aber ganz ehrlich. Warum sollte ich denn mein Glück von anderen abhängig machen?

Es ist 20.24 Uhr und ich lasse mir den Stempel auf die Hand drücken, nachdem ich das Huxleys in Berlin erreicht habe. Ich bin ziemlich spät dran (zugegeben wie immer) und husche schnell zur Garderobe, um meine Jacke loszuwerden. Ich kann schon Musik aus dem Konzertsaal wahrnehmen. ‘Ohje, hoffentlich sind das noch nicht Get Well Soon, denke ich mir und flitze schnell rein. Ich hatte Glück oder vielleicht auch wieder etwas Pech. Denn ich lausche den letzten Tönen der Vorband Inner Tongue und denke mir: ‚Mist, ein paar Minuten länger mit ihnen wären doch auch eigentlich ganz nett gewesen.‘ Schließlich kommen Get Well Soon auf die Bühne und schon nach fünf Minuten denke ich mir: ‚Ich habe rein gar nichts falsch gemacht heute.‘, lasse mich fallen und genieße einen großartigen Abend mit großartiger Musik.

Lange hatte ich mich auf das Konzert von Get Well Soon gefreut und umso erleichterter bin ich, dass ich mich nun wirklich alleine dorthin getraut habe. Ich gebe zu, dass ich mir manchmal wünsche, mehr meiner Freundinnen würden sich auch so sehr für Musik interessieren oder zumindest meinen Musikgeschmack teilen. Ich weiß, dass das nicht so einfach ist. Immerhin ist mein Musikgeschmack sehr speziell und ich höre viele Bands, die kaum jemand kennt. Aber am Mittwoch habe ich alles richtig gemacht. Nichts verpasst. Nicht alleine zu Hause gesessen. Nichts bereut.

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