Berlin Syndrome im Interview

Seit fast zwei Jahren gibt es Berlin Syndrome nun schon und wir von pop10 durften sie von Anfang an begleiten. In Magdeburg spontan für den größten Bandwettbewerb der Region SWM Talentverstärker gegründet, wurde dieser genauso spontan und für die Bandmitglieder unerwartet gewonnen. Weiter ging es mit Auszeichnungen vom Local Heroes Bundesfinale, der ersten EP, zahlreichen Liveauftritten und neuen Songs. Das neue Jahr nehmen wir nun gern zum Anlass, um zwei Jahre Berlin Syndrome zu resümieren.

Diese Woche spielt ihr eure ersten Supportgigs für Please Madame. Was bedeutet dieser Schritt für euch?

Support Touren sind für junge Bands sehr wichtig, um in der etablierteren Szene Gehör zu bekommen. Bei Fans von Bands, deren Musik auf eine gewisse Art passt. Auch für uns ist es spannend, diejenigen überzeugen zu müssen, die eigentlich für eine ganz andere Band Eintritt bezahlt haben. Natürlich besuchen wir auch drei tolle Städte, in denen wir gern mal einen musikalischen Fußstapfen setzen wollten – das allein ist schon ein großer Schritt. Drei Schritte um genau zu sein. Und auf diese freuen wir uns sehr! Nicht zuletzt ist es natürlich interessant und wichtig, andere Bands kennenzulernen. Please Madame kommen aus Österreich, da haben wir uns 2015 auch blicken lassen und das wird für eine Menge schöner Geschichten sorgen. Schade, dass wir in getrennten Bussen fahren!  (lachen)

Es ist ganz schön ruhig um euch geworden, was Veröffentlichungen angeht. Euer erstes Video liegt nun auch schon etwas zurück. Wann können wir denn da etwas Neues erwarten?

Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an dem, was in diesem Jahr versprochene Sache ist. Es wird mit Sicherheit ein neues Video anstehen. Wir freuen uns riesig, dass Matthias Sasse und Peter Bräunig, die schon das Video zu ‚All For The Good‘ gedreht haben, wieder mit an Bord sind. Dann folgt natürlich die kommende Neuerscheinung. Das bedeutet eine Menge Arbeit, dabei wollen wir das Live-Spielen aber nicht vernachlässigen, eher noch eine Schippe drauflegen.

Du sprichst gerade schon von Neuerscheinung. Wie laufen denn die Arbeiten am neuen Album?

Wir schreiben fleißig Songs und produzieren sie als kleine Demos bei uns im Proberaum für die später anstehende Zusammenstellung der Platte. Natürlich gehört zu so einem Projekt auch immer der wehmütige Blick auf die Zahlen und das, was da noch auf uns zukommt. Gedanken über die Finanzierung, die Veröffentlichung und dazu gehörige Promo und so weiter. Da immer den Überblick zu behalten braucht eine gute Organisation und viel Geduld aller Beteiligten („Cheers Kirsten!“). Wir denken auch über Dinge wie Crowdfunding nach, um die nötigen Schritte  ggf. auch allein auf die Beine zu stellen. Bis wir aber etwas konkretes dazu sagen können,  wird es noch eine Menge Spinnereien und Gespräche geben.

Könnt ihr uns schon Einblicke geben? Was können wir erwarten? Wird es der EP sehr ähnlich sein?

Wir haben uns in den vergangenen Monaten auf einen musikalischen Nenner gebracht. Das ist spürbar, weil jetzt eben Überlegungen für ein Album möglich sind.  Die Songs haben gewissermaßen ein Element gefunden, das wir bei neuen Ideen oft umschreiben mit dem Satz: „It needs to be more Berlin Syndrome“. Diese düstere, wie Graeme gleichzeitig sagen würde „yet uplifting“ Atmosphäre. Der EP wird es nur insofern ähneln, dass wir wieder viel Wert auf Dynamik und Stimmung legen werden, allerdings vielseitiger und mit mehr Fingerspitzengefühl. Es wird laut, leise, schwarz, weiß, rauschen und still sein.

Wenn man euch live spielen hört, hört man, dass sich euer Sound schon etwas verändert hat. Habt ihr das Gefühl jetzt euren eigenen Sound gefunden zu haben oder probiert ihr euch weiter aus?

Wir sind auf einem guten Weg dahin etwas zu finden, das wir dann unseren Sound nennen können. Auf der Platte wird es im Grunde genau das sein, was wir als die derzeitige  musikalische Linie empfinden. Mittlerweile haben wir schon viel im Vergleich zu der Zeit vor einem Jahr miteiander durchmachen dürfen, sozial und musikalisch. Irgendwie beeinflusst es ja doch, wenn man den Bassisten einmal nach drei Tagen Dauer-Autobahn falsch anspricht und die Band als Freunde so bedeutend sind.  Was man zusammen erlebt, spielt man zusammen. Ausprobieren geht aber immer, so sehr man sich auch auf einen Kurs einigt. Denn ohne das funktioniert auch das Songwriting nicht.

Und zu guter Letzt: Welche Ziele habt ihr euch für 2016 gesteckt?

In 2016 wollen wir gern wieder so viele super Auftritte spielen, wie 2015. Der vergangene Festivalsommer soll nur ein Vorgeschmack auf das gewesen sein, was diese Reise noch bereithält. Dann gibt es da ja noch diesen Release. Auf den freuen wir uns, weil dann endlich wieder etwas da ist, was wir zurückgeben können für so viel großartige Unterstützung und Zustimmung bis hier her und dahin. Und noch ein wichtiges Ziel: VINYL! Dafür werden wir sorgen! Das ist vermutlichl genug, um 2016 bis zum letzten Tag vollzupacken und soll erst mal bewältigt werden. Sobald es etwas Spannendes gibt, werden wir aber über unsere Kanäle freudig davon berichten.

Ⓒ Foto: Matthias Sasse

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